Stephan - Far away

Kreuz und quer durch Amerika - Hier kannst du mir folgen ...

26.5. - 2.6.2018  -  Colorado

Wetter: Tagsüber strahlender Sonnenschein. Deutlich frischer, als in der Ebene. Nachts allerdings auch empfindlich kalt. (-2°C - beim Zelten.)

Strecke: ca. 1700 km in 8 Tagen. Die Strecke verlief fast ausschließlich auf Hochgebirgsniveau durch überwätigendes Hochgebirgspanorama. Meistens über 7500ft=2300 m. Spitzenwerte von 11000ft=3350 m bis 14115ft=4300 m.

Aber die Fahrt durch Colorado beginnt noch im Flachland. Aber bei genauem Hinsehen kann man schon direkt hinter La Junta die Berge am Horizont entdecken. Auch die bisher platte Landschaft wird hügeliger und grüner und kündigt die zu erwartenden Berge an.

Schon bald führt die Straße auf den North La Veta Pass, und das ohne die in Europa notwendigen spektakulären Attribute eine Hochgebirgspasses - wilde Serpentinen und aufregende Spitzkehren. Ich habe nicht einmal bemerkt, dass es bis auf 2870m hinauf gegangen ist, höher als der höchste Straßenpass in Europa. Aber dieser Rekord soll schon am nächsten Tag gebrochen werden.

 

Aber vor der Weiterfahrt muss die Route geplant werden.

 

Sonntags komme ich in Durango an. Der Trolleybus brigt mich downtown. Dort findet gerade ein Mountainbike-Rennen statt, In der ganzen Stadt herrscht Volksfestatmosphäre. Tolle Stimmung, aber leider kein freier Platz in der Gastronomie. Da muss ich erst noch 2 Stunden rumlaufen.

 

Über Nacht gut beschützt, bevor es auf den Million-Dollar-Highway geht. Eine schier unendliche scenery der wunderbarsten Bergpanoramen. Am Red-Mountain-Pass wird klar, warum das Land Clolorado heißt. Aufgegebene und tätige Minen prägen streckenweise das Bild.

 

Früher eine wichtige Verkehrsverbindung. Heute kämpft sich das Museumsbähnchen für die Touristen von Durango hinauf nach Silverton - bestimmt mit toller Aussicht aus dem Panoramawagen.

 

Pikes Peak - leider bei der Hochfahrt nur sehr diesige Ausblicke, auch von ganz oben nur eingeschränkte Ausblicke ins Tal. Meine Runterfahrt 2 Stunden später habe ich auf Video aufgenommen. Die Aussichtsparkplätze waren alle überfüllt. So fehlen leider Bilder.
Eine Übernachtung oben kam aus verschiedenen Gründen nicht in Frage:
* Es ist verboten.
* Es gibt auch keinerlei Möglichkeit dazu. Nicht weist darauf hin, dass es mal möglich gewesen wäre. Da bin ich offensichtlich einer Fehlinformation aufgesessen.
* Die dünne Höhenluft macht mir schwerer zu schaffen, als ich erwartet hätte: Atemnot, Schwindelattacken und Kreislaufschwäche. Ich bin dann doch froh, als ich wieder herunterfahre. Unter 2500m ist alles wieder gut.

 

Jetzt noch eine heiße Fahrt durch das Flachland nach Denver. Die Kati braucht eine Inspektion. Wie so vieles hier ist auch Fay Myers Motorradladen riesig. Ich komme um 17h an, erkläre mein Anliegen. Sie entschuldigen sich, dass das heute nichts mehr wird. Aber ich soll morgen vormittag vorbeikommen, dann könnte ich drauf warten. Und so war es dann auch - und zwar deutlich preiswerter als zu Hause.

   

Mittags nach der Inspektion herrschten schon wieder Temperaturen von über 30°C. Damit war der Aufenthaltstag in Denver gecancelled. Schade, das Museum für temporary arts mit seinem berühmten Bau von Liebeskind kriege ich nicht zu sehen.

Anfahrt zum Rocky-Mountains-Nationalpark. Bevor man reinkommt, steht man im Stau - 40 Minuten lang Stop and Go. Auch im Park dann Kolonnenfahrt. Es reizt mich meist nur wenig, mich an den überfüllten Foto-Parkplätzen in die drängelnden Massen einzureihen. So stammen die meisten Bilder von der Helmkamera.

 

Nach Verlassen des Parks verlasse ich auch Colorado und fahre weiter nach Wyoming. Etwas enttäuschend ist der Abschied schon. Kein Abschiedsschild an der Staatsgrenze.