Stephan - Far away

Kreuz und quer durch Amerika - Hier kannst du mir folgen ...

22.6. - 29.6.2018 - Auf dem Weg nach Alaska

Reisetag 69   -   Zurückgelegte Strecke bisher: 14769 km

Strecke: ca. 2150 km - Mit dieser Strecke fängt ein neuer Abschnitt der Reise an. Jetzt geht es ums Motorradfahren in wunderschöner Landschaft - Ich kann abends kaum aufhören und möchte am liebsten immer weiterfahren. Daher die große durchschnittliche Tagesstrecke: ca 500 km. (Bei 3 Pausentagen)

Vorweg gesagt: Es sind wieder sehr viele Bilder, die meine Freude an dieser Strecke in meinen Augen nur unzulänglich wiedergeben. Wenns euch zuviel wird - ihr entscheidet was und wieviel ihr anschaut.

Start in Dawson Creek. Der Bauingenieur hat den Weg gezeigt, und dem folge ich jetzt.

Was aussieht, wie eine Caspar-David-Friedrich-Nebelszene riecht schon seit Stunden: Brand- und Rauchgeruch. Irgendwo brennt der Wald und der Rauch zieht durch die Täler. Es scheint aber niemanden aufzuregen.

 

Gemein: Viele Brücken haben noch seit 1942 eine Gitterrostfahrbahn und keinen Straßenbelag. Die Kati schlingert rüber, ist nur schwer in der Spur zu halten.

 

Überraschung: Zwei Elche (moose) weiden den Teichgrund ab, und das direkt neben der Straße.

 

Dann eine kleine Ziegenherde ...

 

und dann sind sie da: Meine ersten Bisons. Auch sie finden, dass es neben der Straße am besten schmeckt.

 

Auch der Schwarzbär bleibt ganz gelassen. Ein schräger Blick von der Seite und er trottet weiter am Straßenrand. Auch mein Motorengeknatter bringt ihr nicht aus der Ruhe.

 

In Watson Lake fanden irgendwelche Leute es eine gute Idee, alle möglichen Straßenschilder aus aller Welt aufzustellen. Inzwischen sind es Tausende und die Welt ist um eine Sehenswürdigkeit reicher.

 

Die beiden sind auf ihrer Kati von England aus über Skandinavien, Russland, Mongolei und Korea nach Alaska gekommen. Sie haben mir geholfen, den Krach meines undichten Auspuff zu mildern. Danke dafür.

 

Whitehorse: Ausflüge und Spaziergang an der hübschen Flusspromenade.

 

Mainstreet: Mal wieder eine Stadt mit Leben auf der Straße.

   

Dawson, YT. Weitab von allem. Eine bunte Mischung alter und alt scheinender Häuser, die Bevölkerung setzt sich interessant zusammen aus Alteingesessenen, hängengebliebenen Touristen und Aussteigern, die hier mit meist Tourismusorientiertem Gewerbe Fuß gefasst haben. Eine sehr angenehme und gelassene Stimmung herrscht vor. Hier erlebe ich begleitet von sehr amüsierten Kommentaren der schweizerischen Hotelbetreiber das WM-Aus der deutschen Mannschaft. Die Schweizer sind weiter dabei.

 

Spuren der industriellen Goldgräberei.

 

Der alten Häuser versacken im aufgetauten Permafrostboden, solche Spukhäuser gibts hier massenhaft.

 

Ich habs getan: Ich bin Mitglied im Sourtoe-Cocktail-Club.

 

Der klare Klondyke fließt in den schlammigen Yukon. Im Hintergrund gut zu sehen: Sauwetter über dem Dempster Highway.

 

Nach 3 Stunden erst schön sonniger, dann immer regnerischerer Fahrt ist sie erreicht: Die Grenze zu Alaska - Zwei Buden im Nirgendwo.