Stephan - Far away

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15.-18.7.2018 - Vancouver Island

Reisetag 90   -   Zurückgelegte Strecke bisher: 17744 km

Strecke: ca. 800 km. Meist gut asphaltiert, aber doch ca. 100 km gravel roadauf dem Weg nach Gold River und nach Horne Lake. Tiefer Staub und feiner Schotter. Solche Strecken hatte ich in Alaska oder Yukon bei schönem Wetter erwartet. Hier machts aber auch Spaß. Ist aber auch ein furchtbar staubiger Dreck.

Mein Hauptproblem mit Vancouver Island war, dass ich aufgrund meines sehr spontanen Entschlusses hierhin zu fahren, völlig unvorbereitet war, und so habe ich natürlich einige Kardinalfehler begangen, die mich letztendlich die Erfüllung eines wesentlichen Wunsches gekostet haben: Whale watching.
1. Fehler: Ich habe den Prospekten an Bord des Schiffes geglaubt.
2. Fehler: Ich habe den Ratschlägen im Visitor Center von Port Hardy geglaubt.
3. Fehler: Ich habe mich unter Zeitdruck gesetzt. Ich will unbedingt Donnerstag Abend in Seattle sein, um Freitag die Servicearbeiten an Kati erledigt zu kriegen, und Sonntag bin ich bei Peter, einem Onkel (?) von Inkgen zu einem Oldtimercorso eingeladen.
4. Fehler: Ich habe geglaubt, eine Buchung garantiert mir die Durchführung. Irrtum, "cancelled due to the rough sea".

Aber nichts gegen Vancouver Island. Es ist wunderschön, die lange gravelroad nach Gold River hat wirklich Spaß gemacht und das Wetter ist nach langen Entbehrungen in Alaska, auch wirklich Klasse. Schlechtes Wetter kann ich mir schon kaum noch vorstellen. Nicht für den Rest der Reise.

Port Hardy: Ein verschnarchtes kleines Nest auf der Nordhälfte. Ganz besonders Sonntags.

On the road again - und das auch noch im Sonnenschein. Kurz nach Port Hardy überholt mich ein Mini Cooper, dess Fahrer (Rechtslenker) hektisch zum Fenster raus winkt. Es ist Bart, der Niederländer, auf der Insel als Crazy Dutchman bekannt. Er ist ein Hans-Dampf in allen Gassen, möbelt das Internet auf VI auf, restauriert alte Autos und was weiß ich noch alles. Er schwärmt mir von den Möglichkeiten, die man als technisch modern denkender Europäer hier hat vor. Dann pingelt sein Handy und er muss weiter.

 

Kurz noch die obligatorische Baustelle, dann gehts auf gravel weiter. Faszinierend, wenn man immer wieder auf diesen Staubstrecken auf creeks stößt, deren extrem klares und sauberes Wasser einen deutlichen Widerspruch zum Dreck auf der Straße bieten.

 

Gold River ist genauso verschnarcht, wie Port Hardy. Ein paar Motels, Tanke, trading post. 1 (!) Pub mit Essen und Bier. Glücklicherweise genau neben meinem Motel.
Am nächsten Morgen Stromausfall. Wie ich höre haben sie im Radio gesagt, es dauert bist Mittag, aber in der Tankstelle sagen sie, das könne auch bis Abends oder morgen früh dauern. Ich rechne: MIt meinen Spritvorräten müsste ich bis an die Hauptstraße kommen, wenn ich nicht mehr an die Westküste fahre. Ich schaffe es so ungefähr auf den letzten Tropfen.

 

Nanaimo, Hafenstädtchen an der Ostküsze. Hier habe ich mein whale watching gebucht. Es wird abgesagt wegen rauer See. Mal ernsthaft: Sie das nach rough sea aus?

 

Bikertreff am Fährterminal und langer Stau bei der Einreise nach US.